Freiburg im  Laufe der Jahrhunderte 

Wie ist Freiburg so geworden, wie es heute ist?

Wodurch wurde es geprägt? 

Wer hat Freiburg verändert?

900 Jahre Freiburg 

Mit genau diesen Fragen wollen wir uns in unserem Seminarkurs 900 Jahre Freiburg beschäftigen. Unser Ziel ist es, mehr über die Geschichte Freiburgs kennen zu lernen.

 Mein Name ist Sara und ich gehe auf das St. Ursula Gymnasium in Freiburg, dort besuche ich einen Seminarkurs mit dem wir durch neun selbstgemachte Puppen aus der Freiburger Geschichte, pünktlich zu Freiburgs 900 jährigem Jubiläum, den Freiburgern ihre eigene Geschichte näher bringen wollen.

In unserer ersten Sitzung am 25. September  haben wir besprochen, dass dieser Seminarkurs uns helfen soll, Projektmanagment zu lernen.
Als erstes haben wir uns die Frage gestellt, ob es für unsere Figuren Kriterien geben sollte; ob sie bekannte Persönlichkeiten gewesen sein sollten, oder ob auch ein einfacher Bauer in Ordnung wäre. Außerdem haben wir uns die Frage gestellt, ob auch eine Person aus einer Sage dabei helfen könnte, der Geschichte Freiburgs näher zu kommen. 
Wir haben uns schließlich darauf geeinigt, dass die Figur ein Mensch sein sollte, da diese die Geschichte der Stadt sehr gut wiederspiegeln.

In unserer zweiten Sitzung haben wir uns ein wenig aus Freiburg entfernt und eine Blick auf die Vergangenheit Europas geworfen, dabei haben wir uns die Frage gestellt, was damals für Europa typisch war und was zu dieser Zeit in Freiburg passiert ist. 
War Freiburg Vorreiter oder Mitläufer? Haben sich andere Städte Freiburg als Vorbild genommen, oder hat Freiburg nur anderen Städten nachgeeifert? 
Wir haben uns Teile der Sendung " ach Europa!" angesehen, um herauszufinden, was in Europa zu welcher Zeit passiert ist.

Unsere dritte Sitzung haben wir mit der Einteilung in Gruppen begonnen, in welchen wir uns jeweils zwei Jahrhunderten Stadtgeschichte widmen, um uns genauer anzuschauen, was Europa-typisch und was Freiburg-typisch war.
Anschließend sind wir in die Uni Bibliothek gegangen, um uns Infos über diese Jahrhunderte anzusehen.

Unsere vierte Sitzung haben wir mit der Frage begonnen, ob wir Freiburg als unsere Heimat sehen. Daraufhin habe ich mir die Frage gestellt, was Heimat überhaupt bedeutet. Ich habe mich gefragt ab wann ich einen Ort als meine Heimat bezeichne, oder ob ich Heimat eher als Gefühl von Geborgenheit sehe. 
Ich sehe Freiburg nicht nur als meinen Wohnort, sondern auch als meine Heimat. Hier lebe ich gerne und hier ist mein Leben. ich finde Freiburg eine wirklich sehr schöne Stadt, was das Gefühl von Heimat natürlich sehr verstärkt, ich finde es unglaublich schön, aus dem Fenster zu schauen und ringsherum Berge zu sehen. Allerdings kann ich auch sehr gut verstehen, wenn man die Berge nicht so gerne sieht, da man so auch sehr schnell das Gefühl bekommen kann, man wäre hier eingesperrt und das die Berge einem den Weg in die Freiheit versperren. Für mich bedeutet Heimat noch viel mehr, als der Ort an dem ich lebe; hier sind meine Familie und meine Freunde und deshalb fühle ich mich hier zu Hause. Da ich  Freiburg als meine Heimat sehe, bin ich sehr froh, die Möglichkeit zu bekommen in diesem Seminarkurs mehr über Freiburg, seine Geschichte, seine Kultur und seine Menschen zu erfahren. 
in den kommenden Sitzungen werden wir uns in Kleingruppen mit den einzelnen Jahrhunderten beschäftigen und immer wieder einen Blick darauf werfen, was zu dieser Zeit in Europa und gleichzeitig in Freiburg passiert ist.

In den nächsten Wochen haben wir in Kleingruppen jeweils zwei Jahrhunderte Freiburger Stadtgeschichte unter die Lupe genommen. Ich habe mich mit meiner Gruppe mit dem 17.- und 18. Jahrhundert, der Zeit während und nach dem 30- jährigen Krieg, beschäftigt.
Wir haben festgestellt, dass Freiburg zu dieser Zeit rumgereicht wurde wie ein Teller Suppe, was daran lag, dass Freiburg Grenzstadt zwischen Frankreich und der Vorösterreichischen Herrschaft war.
Um zu den Präsentationen zu gelangen, tippe auf den Button "zu den Präsentationen", oder gehe auf den oben stehenden Button "Präsentationen der Jahrhunderte".

Nachdem wir unserer Präsentationen alle abgeschlossen hatten und einiges über Freiburgs Vergangenheit geklärt haben folgte nun die kreative Phase, in der wir uns überlegt haben, welche Figuren wir in unserem Projekt darstellen wollen. 
 Doch bevor wir uns an die Figuren gemacht haben, hat unser Design Team ein Logo für unseren Kurs entworfen. Außerdem haben wir uns einen geeigneten Namen überlegt, da wir aus der Menge der im Rahmen der 900 Jahrfeier in Freiburg entstandenen Projekte hervorstechen wollten.  Dieser Schritt stellte sich als anspruchsvoller als zuvor gedacht heraus. Wir saßen als ganze Gruppe eine Weile daran uns überhaupt geeignete Ideen zu überlegen. Dabei stellten wir uns immer wieder die Frage wie wir das, was wir bauen wollen denn nennen sollen.  Wollten wir Figuren bauen, oder Personen, Puppen oder Plastiken.... Die Auswahl war sehr groß. Und so hatten wir die Qual der Wahl. Nach einigen lebhaften Diskussionen mit immer wieder neuen Vorschlägen und Ideen konnten wir uns darauf einigen, dass wir Figuren bauen wollen. 

Als diese Entscheidung getroffen war, ging es weiter mit den Überlegungen wie wir unser gesamtes Projekt nennen wollen. Auch hier war die Auswahl sehr groß und wir hatten zum Teil sehr verschiedene Vorschläge. Auch hier haben wir eifrig diskutiert und hatten immer wieder neue Ideen, irgendwann konnten wir uns auf einen engeren Kreis an Vorschlägen einigen. Wir kamen auf die Idee, dass jedes Projekt das im Rahmen des Stadtjubiläums entsteht etwas mit „900“ zu tun hat. Und das sich garantiert auch einige Namen mit einer neun finden werden. Um uns davon abzuheben und die Aufmerksamkeit auf uns zu ziehen, haben wir beschlossen das wir die „neun“ nicht namentlich in unserem Logo und unserem Namen haben wollen. 

Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir stattdessen mit der zehn arbeiten wollen. Nach einiger Zeit haben wir beschlossen die Aufmerksamkeit mit einer Aussage und einer darauffolgenden Frage zu erregen; und so stand unser Name fest: „Du bist die zehn! - Wer war vor dir da?“ Nachdem wir uns auf einen Namen geeinigt hatten haben wir besprochen wie unser Logo genau aussehen soll. Das Design Team hat ein sehr schönes Logo für uns entworfen.  
Wir haben uns ebenfalls noch darauf geeinigt, dass jede der Figuren in dem Logo für eine der erstellten Personen steht und das jede von uns eine der Farben übernimmt und auf der Webseite, über unsere Figur, nutzt.

 

 

In den kommenden Wochen haben wir mit Hilfe von der Künstlerin Frau Häbig darüber geredet wie die Figuren erstellt werden: wir werden zunächst den Körper stückweise aus Draht formen und die einzelnen Teile dann miteinander verbinden und in die Position bringen in der unsere Figur später stehen oder sitzen oder sogar knien soll. Anschließend werden wir das fertige Drahtgestell mit Pappmaschee ummanteln und zum Schluss folgt die Farbe. Wir werden zuerst mit einer weißen Grundierung starten, damit wir eine gute Grundierung für die weiteren Farben haben und damit diese gut decken. 

Soweit so gut, der Ablauf zum Bau der Figuren war uns allen damit klar. Jetzt ging es immer mehr darum welche Personen wir denn nun bauen werden. Wir haben Ideen gesammelt und auch hier war die Auswahl sehr groß. Wir haben einige Personen aus unseren Präsentationen mit in unsere Auswahl genommen. Aber nicht nur bekannte Personen wie Luis Ganter haben es in unsere engere Auswahl geschafft, auch namenlose, aber dennoch für das Stadtbild wichtige Personen haben wir mit in Betracht gezogen.

Wir hatten uns schon zu Beginn des Seminarkurses darauf geeinigt das die Personen die wir bauen wollen nicht zwingend bekannt gewesen sein müssen, sondern dass es auch sehr interessant wäre über mehr oder weniger fiktive Personen mehr zu erfahren. 

Nach einigem überlegen habe ich mich für eine fiktive Person entschieden, die meiner Meinung nach sehr wichtig für das Freiburger Stadtbild war, aber die sehr oft einfach nicht erwähnt wird. Ich habe mich, ein wenig von der Zunft der Bächleputzer inspiriert, dafür entschieden eben diesen zu bauen, jedoch nicht als Bild der Zunft, sondern als früherer Arbeiter.

Auch die anderen haben ihre Entscheidung getroffen; und unsere Auswahl stand fest: 

Wir werden Johannes von Gmünd, „die kleine Frau“, eine Prostituierte aus dem 15. Jahrhundert, Martin Waldseemüller, einen Kartographen, Eine Hexe aus Freiburgs Oberschicht, Euphemia Dorer, Louis Ganter, den Gründer der Brauerei Ganter, eine Schaffnerin aus der Zeit des ersten Weltkrieges, Edith Stein eine Philosophin und Ordensfrau und „ den kleinen Mann“ bauen. Erste Skizzen wurden entworfen und dann ging es auch schon an die Arbeit.

 

  

Nachdem wir den Draht zum bauen gekauft hatten konnte es endlich losgehen.

Wir haben für das Grundgerüst der Figur nicht unsere reguläre Seminarkurs Zeit genutzt, sondern einen Freitag bis abends und den ganzen darauffolgenden Samstag.

Nach einer sehr intensiven Arbeitszeit an beiden Tagen, Pizza- Bringdienst von unserem Lehrer und zum Schluss noch Schokolade gegen die aufgekommenen Frustrationen waren die Gestelle der Figuren fertig. Wir haben durch die Drahtgestelle auch schon einen schönen ersten Eindruck bekommen, wie das Ganze aussehen kann, wenn es einmal fertig ist. 

Ich persönlich hatte, ab dem Moment in dem ich den Draht das erste Mal in die Hand genommen habe und begonnen habe den Bächleputzer zu bauen, eine ganz genaue Vorstellung, wie meine Figur aussehen soll. Ich wusste was er tragen soll und hatte sogar schon seine Lebensgeschichte im Kopf. Um die richtige Haltung für den Bächleputzer zu finden standen sowohl meine beiden Lehrer, wie auch ich selbst Modell. Wir haben ausprobiert wie weit er sich nach vorne lehne muss und wie seine Arme ausgerichtet sein müssen. Da ich mir von Anfang an vorgestellt habe, dass der Bächleputzer gerade seiner Arbeit nachgeht und von der Haltung her aussehen soll als würde er gerade einen Bach fegen. Die perfekte Position zu finden war schwerer als gedacht, weil der ganze Körper gekippt und die Beine in Schrittstellung angebracht werden mussten. Als weitere Herausforderung stellten sich die Arme heraus, da diese für den Besen der später in der Hand gehalten werden sollte perfekt aufeinander ausgerichtet sein mussten.

Die erste, sehr intensive Arbeitsphase hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die beiden Tage waren zwar anstrengend und haben mir persönlich zwischenzeitlich die Nerven geraubt, allerdings waren sie auch sehr produktiv und haben auch wirklich sehr viel Spaß gemacht.

 

 

 

 

 

Das fertige Drahtgestell war zwar schon ein Riesenfortschritt zu noch vor wenigen Tagen zuvor, allerdings war trotzdem noch lange kein Ende in Sicht. In der kommenden Woche widmeten wir uns dem einkleistern mit Pappmaschee. Hierfür musste zunächst sehr viel Zeitung in Streifen gerissen werden und dann begann das große Kleistern. Ein paar Papierstreifen auf ein Drahtgestell zu kleben klingt nicht besonders anspruchsvoll, allerdings hat das Papier die Hälfte der Zeit eher an den Händen geklebt, als an der Figur selbst. Besonders an engeren Stellen, wie unter den Armen oder zwischen Gesicht und Hut war es eine echte Herausforderung die Papier Streifen so zu platzieren, dass das Papier hält und das alle Löcher geschlossen wurden.

Langsam aber sicher bekamen alle Figuren einen Papiermantel. Mit der Verkleidung aus Pappmaschee bekamen alle Figuren eine neue Struktur und die Vorstellung auf das Endergebnis nahmen immer mehr Form an.

 Als auch dieser Schritt beendet war mussten wir dafür sorgen, dass die Figur stabiler wird, damit diese, wenn sie draußen steht bei Wind nicht davonfliegt. Dafür haben wir kleine Löcher in die Figur gebohrt und durch diese dann Bauschaum in die Figur gesprüht. Der Bauschaum ist in der Figur dann aufgequollen und hat diese von innen heraus stabilisiert.

Da der Schaum aber nicht einfach aufgehört hat weiter aufzugehen, mussten wir nach dem alles durchgetrocknet war mit der Säge die überschüssige Masse abschneiden. 

An dieser Stelle hat uns Corona einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir konnten mehrere Wochen nicht an unseren Figuren weiterarbeiten. Unser ganzes Projekt lag auf Eis.


 Als wir endlich wieder an unseren Figuren weiterarbeiten konnten, begannen wir damit alle Überreste des Bauschaums zu entfernen und dann wurde es bunt. Wir konnten endlich anfangen die Figuren zu bemalen. Zwar ließ das Bunte noch auf sich warten, da wir zuerst eine grundierende Weiße Schicht machen mussten. Erst als diese vollständig getrocknet war konnten wir uns unsere Wunschfarben anmischen.

Da mein Bächleputzer ein armer Mann war, zu dessen Lebzeiten Farben noch den Reichen vorbehalten waren, entschied ich mich für verschiedene Brauntöne für Weste, Hut, Hose und Schuhe. Das Hemd sollte ein dreckiges weiß werden, also grau, genau wie die Kniestrümpfe. Auch hier habe ich zunächst ein ausgedrucktes Bild meiner Figur so bemalt wie ich mir die Farben vorstelle und mit Hilfe dieser Skizzen ging es an die Arbeit.

 Ich habe angefangen damit das dunkelste Braun für den Hut zu mischen. Nachdem die Farbe fertig und der Hut braun war, habe ich aus dieser Farbe die Farbe für die Weste gemischt. Das gleiche habe ich für die Hose gemacht. Dann habe ich das schmutzige Weiß für Hemd und Strümpfe gemischt. Zum Schluss habe ich mit der Hautfarbe Hände und Gesicht angemalt.

Da das alles jetzt noch ein wenig lahm aussah habe ich beschlossen auf der Weste noch schwarze Flicken anzubringen. Ich habe die Ränder von Weste zu Hemd und von Hose zu Strümpfen noch einmal verdeutlicht. Dann haben wir runde Holzscheiben gesägt und diese zu Knöpfen umfunktioniert. Als Abschluss habe ich noch Schnürsenkel aus Pappmaschee gebastelt und diese auf den Schuhen des Bächleputzers angebracht. Damit war der Mann so gut wie fertig.

Der letzte noch fehlende Schritt war, die Figuren mit einem Bootslack wasserfest zu machen. Dieser Schritt ließ sich recht schnell in die Tat umsetzen. Nun war es soweit, kurz vor der bevorstehenden Veröffentlichung unserer Werke waren alle Figuren fertig

Am ersten Juli werden die Figuren vor unserer Schule ausgestellt. 

Zu Beginn der Sommerferien werden wir sie in der Freiburger Innenstadt verteilen, an Orten zu denen die Figur einen gewissen Bezug hat. Nach den Sommerferien dürfen wir unsere Figuren eine Weile in der Schwarzwald City in Freiburg ausstellen.

Mit der Fertigstellung der Figuren ist unser Projekt aber noch nicht beendet, die letzten Tage vor der Veröffentlichung werden wir uns damit beschäftigen die Texte über unsere jeweilige Figur zu erstellen, damit man ganz einfach an Infos über die jeweilige Person kommen kann.

 


Präsentationen der Jahrhunderte

Bilder