Zusammenfassend lässt sich über neun Jahrhunderte Freiburger Geschichte sagen, dass Freiburg nie nur Vorreiter oder Mitläufer war. Es gibt einige Beispiele in der Geschichte, bei denen Freiburg definitiv zu den Ersten gehörte, aber es gibt auch Fälle, bei denen Freiburg eher eine der späteren Städte war, die etwas einführten.
Um am Anfang der Freiburger Stadtgeschichte zu beginnen, haben wir zunächst eine Präsentation über das 13.- 14. Jahrhundert gehört;
Zusammenfassend lässt sich über diese beiden Jahrhunderte folgendes sagen:
Um das Jahr 1200 wurde in Freiburg mit dem Bau des Münsters begonnen. Außerdem wurden von 1236- 1278 mehrere Klöster innerhalb der Freiburger Stadttore gebaut, wie das Dominikanerkloster (1236) und das heutige Augustinermuseum, damals ( ab 1278) Augustinerkloster.
Außerdem wurde 1240 das Johanniterhaus gebaut und 1280 wurde mit dem Bau des Münsterturms begonnen.
Freiburg bekommt 1293 eine neue Verfassung, welche mehr Mitspracherecht für Zünfte garantiert.
1303 wurde das Freiburger Rathaus zum ersten Mal erwähnt.  Im Jahre 1318 wird eine weitere Kirche, die St. Martinskirche, in Freiburg ausgebaut. Freiburg verkauft sich 1368 freiwillig  an die Habsburger, da sie nicht mehr dem Grafen von Urach unterstellt sein wollten.
Womit die Freiburger definitiv zu den Vorreitern gehörten, war die Einführung eines einheitlichen Münzsystems, dem Rappen, mit anderen Münzstädten. Dies erleichterte den Handel enorm und war zu dieser Zeit einzigartig.
1386 war die große Schlacht bei Sempach, nahezu der gesamte Breisgauer Adel starb dabei durch Schweizer. Daraufhin übernahmen die Zünfte die Macht in der Stadt 
Der Freiburger Bergbau boomte bis ins 14. Jahrhundert.

Die nächste Präsentation handelte vom 15. und 16. Jahrhundert.
In dieser Zeit wurde Freiburgs Universität von Herzog Albrecht VI. errichtet.
1455 bat er bei Papst Calxit III. um Unterstützung. Bischof Heinrich von Konstanz wird mit dem Projekt beauftragt.
Ab dem 3. September 1456 gab es das "studium generale" in Freiburg. Am 21. September 1457 wurde die offizielle Gründungsurkunde "Albertina" herausgegeben.
Die feierliche Eröffnung der Uni Freiburg war am 26.-27. April 1460 im Münster.
Durch die wieder stärker werdende Wirtschaftskraft im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts konnte der Chorneubau des Münsters weitergeführt werden. Allerdings war der Weiterbau trotzdem auf Sammlungen und Spenden zur Finanzierung angewiesen. Als die Bitte um päpstliche Ablässe zugunsten des Neubaus gewährt wurde, konnte der Bau noch zügiger voran gehen. Bis 1530 wurde noch an den Kapellen gearbeitet. 1536 wurde schließlich die Sakristei fertiggestellt und damit der Bau des Münsters vollendet. 
Bis Ende des 15. Jahrhunderts baute sich Freiburg ein Territorium auf. Es kamen weitere Orte und Herrschaftsrechte dazu.
Die Stadt beherrschte das Zartener Becken und kontrollierte die "Wagensteige".
Maximilian I. unterstützte Freiburg. er war ab 1486 deutsch-römischer Kaiser und ab 1508 römischer König.
Freiburg hatte seine "goldenen Jahre" unter der Herrschaft Maximilians; seine Vorliebe für Freiburg wurde oft in der stadtgeschichtlichen Literatur erwähnt. Er brachte den städtischen Haushalt in Ordnung, beseitigte die steuerlichen Sonderrechte und stiftete Glasmalereien für den neuen Chor des Münsters. Allerdings sah er Städte wie Freiburg nur als wichtige Geldgeber; er zahlte Darlehen nur zögerlich zurück und stellte mehrere 100 Männer aus Freiburg für Kriege auf.
1497 wurde der Reichstag nach Freiburg einberufen, was eine riesige Organisationsaufgabe bedeutete. Es wurde der Bau von einem neuen Korn- und Tanzhauses beschlossen, jedoch war die Fertigstellung bis zum Beginn des Reichtags nicht möglich, daher musste die Ratsstube als Ersatz dienen.
Die erste Versammlung fand im Oktober 1497 statt, es kamen jedoch nur wenige Fürsten.  Auch Maxmilian I. selbst kam erst Ende Mai 1498.
Der Reichstag endete am 4. September 1498, nachdem einige Beschlüsse getroffen wurden.
Durch den Reichstag machte Freiburg große Verluste mit seine Finanzen, 20 Jahre später schuldete der kaiserliche Haushalt der Stadt noch 20.000 Gulden.
Jedoch wurden der Preisgewinn und die indirekten Folgen für Freiburg hoch gewertet, daher bot sich Freiburg 1511, 1514 und 1515 wieder als Tagungsort an, wurde jedoch wegen der Zeitläufe abgelehnt. 
Auch in Freiburg war die Reformation ein Thema; Die Stadt geht rigoros gegen Luther und Protestantismus vor, Luther-Schriften werde durch den Edikt von Worms im Mai 1521 verboten und der Stadtrat verfolgte Verstöße gegen die Regeln der katholischen Kirche und lutherfreundlichen Aussagen. 1522 wurde die Anordnung von Hausdurchsuchungen durchgeführt. Ab 1525 wurden "Schuldige" auf dem Münsterplatz hingerichtet, durch diese Aufstände verschlechterte sich das Verhältnis zu der Universität.
Die Reformation verschärfte die Unzufriedenheiten der Landbevölkerung immer mehr.
Jos Fritz bereitete einen bewaffneten Aufstand in Lehen vor, dieser kam jedoch ans Licht und 40 Bauern wurden festgenommen und verhört. Jos Fritz konnte jedoch fliehen.
1525 scharrte Hans Müller Bauerngruppen um sich und die Lage spitzte sich zu: Die Hauptmacht Hans Müllers zog von Osten auf Freiburg, es folgten weitere Aufstände im ganzen Breisgau. Mehrere Städte wurden eingenommen und Klöster wurden zerstört. Freiburg wurde umzingelt, die Stadt sollte sich den Bauern anschließen. Nach der gescheiterten Verhandlung zerstörten die Bauern das Kartaus und unterbrachen die Wasserleitungen nach Freiburg , daraufhin musste sich die Stadt ergeben.
Der Sieg der Bauern war jedoch nicht von langer Dauer; am 19.Juli brach Freiburg den Vertrag und startete Vergeltungsmaßnahmen; die Anführer der Aufstände wurden gesucht, verurteilt und hingerichtet. Eine weitere Folge war, dass den Bauern Zahlungen auferlegt wurden. Die Stadt selbst konnte die Strafmaßnahmen der Landesherrschaft abwenden.
Auch die Pest erreichte 1347 und 1352 Europa und kam damit auch nach Freiburg; 1349 bricht diese in Freiburg aus, die Pest tritt in Pestwellen auf und dauert 37 Jahre. Aufgrund der Pestwellen wird die Einwohnerzahl der Stadt, genau wie in anderen Städten Europas sehr stark dezimiert.
Eine weitere bedeutende Folge der Pest war der Hexenwahn, er wurde durch Angst und Misstrauen der Pest ausgelöst. Auch hier gab es zwei große Prozesswellen zwischen 1546 und 1631, es wurden fast 40 Frauen hingerichtet , unzählige wurden denunziert, festgenommen und gefoltert.

Im 17. Und 18. Jahrhundert blieb auch Freiburg nicht von den Folgen des 30 jährigen Krieges verschont. Das Leben eines jeden Bürgers war durch große Not, Entbehrungen und der ständigen Angst vor dem Tod bestimmt. Außerdem bestimmten Hunger und Seuchen, wie eine Pest-Epidemie das Leben der Freiburger Bürger.

Die Lorettokapelle wurde nach der Schlacht bei Freiburg 1644 als Marienheiligtum nach Loretto bei Ancona errichtet. 1657 fand die Einweihung auf  dem Schlierberg statt. Die Kirche wurde zum Ziel einer überregional bedeutenden Wallfahrt und galt als Freiburger Waldheiligtum.

 

Nach dem Friedensbeschluss 1648 wurde Freiburg zwischen den Reichen weiterhin herumgereicht wie ein Teller Suppe: 

Das Elsass wurde Frankreich zugesprochen und damit war Freiburg eine Grenzstadt, was weiterhin die Gefahr von einem Krieg für die Freiburger Bürger bedeutete. 1651 wurde Freiburg zum Sitz der vorösterreichischen Regierung. Die Bürger befürchteten einen Eingriff in die städtische Selbstverwaltung. Aufgrund der ständigen Angst vor einem Angriff von Frankreich wurde Freiburg zu einer Festung, die Stadtmauern wurden in Stand gesetzt, jedoch wurde Freiburg 1677 trotzdem wieder von Frankreich eingenommen.

Unter der Krone Frankreichs wurde der holländische Krieg 1678 beendet. Freiburg blieb weiterhin in französicher Hand, unter der Herrschaft Frankreichs wurde Freiburg durch Ludwig von Marquis de Vauban ausgebaut. Die Stadtmauern wurden erneuert, um als Schutz vor erneuten Angriffen zu dienen. 

Das heute als „grüner Stadtteil“ bekannte Vauban verdankt seinen Namen dem französischen Ingenieur Vauban. Dieser machte in der königlichen Armee als exzellenter Stratege und Festungsarchitekt Karriere. Er erbaute eine Festung um Freiburg herum, die unzerstörbar schien.

Ludwig XIV förderte die Jesuiten intensiv. Im Herbst 1684 ließ er die Universität in Freiburg neu eröffnen. Außerdem förderte er die Frauenbildung .

Nach einem weiteren Krieg, dem pfälzischen Erbfolgekrieg, versuchte Frankreich die Lage für sich als Vorteil zu nutzen. Nach dem neu geschlossenen Friedensvertrag behält Frankreich Straßburg und das Elsass, allerdings werden Lothringen und die restlichen Gebiete abgegeben. Freiburg wird am 11. Juli offiziell wieder in Besitz des Reiches genommen, bleibt aber allerdings weiterhin eine Festungsstadt.

Es folgt der spanische Erbfolgekrieg. Frankreich dringt in den Südwesten vor. Ende September wird Freiburg von 150.00 Mann belagert und von 8000 Mann verteidigt. Im November wird Freiburg schließlich wieder von Frankreich eingenommen.

Die enteigneten Landbesitzer wurden für den Festungsbau herangezogen.

Freiburg war stark verarmt und erhoffte sich Hilfe aus Wien. Maria Theresia leitet in den Vorlanden die Verwaltungsreform ein.

Der endgültige Frieden zwischen Frankreich und Österreich kam erst durch die Hochzeit von dem Habsburger und dem Hause Bourbon. 1770 besucht Marie Antoinette die Tochter Maria Theresias, die neue Kronprinzessin von Frankreich, Freiburg. Ihr Bruder Joseph II. führt die Reformen der Mutter fort, tut dies aber meist überstürzt und radikal.

1782 wird die Leibeigenschaft allgemein aufgehoben, zwei Jahre später folgen die Magistratreformen, das bedeutet, dass das Schultheißenamt und die Gerichtsbarkeit abgeschafft werden. Joseph II. hebt außerdem Klöster ohne gesellschaftlichen Zweck auf.

Das Ende der vorösterreichischen Herrschaft in Breisgau steht bevor:

Die französische Revolution 1789 und damit die Hinrichtung von König Ludwig XIV führen dazu, dass Frankreich erneut gegen Österreich steht. Am 16.Juli des gleichen Jahres wird Freiburg von Moureau besetzt.

Nun stellt sich erneut die Frage, ob Freiburg nun für seine Zeit typisch war oder nicht.

Europa war zu dieser Zeit in zahlreiche christlich geprägte Territoriialbereiche aufgeteilt, der größte Teil war dabei das heilige römische Reich. Daher waren Kriege jeglicher Art zu dieser Zeit Normalzustand. Der 30 jährige Krieg basierend auf Religionsverschiedenheiten hat auch in Freiburg seine Verwüstung hinterlassen, die Fürsten fördern die Wirtschaft, doch Freiburg bleib verletzlich.

Außerdem hat auch in Freiburg die Pest gewütet. Diese Zeit war von Krieg, Zerstörung und Tod geprägt. Die ständige Angst vor dem Tod war damals Alltag. Der Wunsch zu expandieren der verschiedenen Reiche, sowie der Wunsch nach immer mehr Macht halfen nicht dabei friedlich und ohne Angst zu leben. Krieg gehörte damals zum Leben dazu, wie der Sonnenauf- und Untergang.

 

 

Als letztes folgte die Präsentation über Freiburg im 19. Und 20. Jahrhundert.

Freiburg gehörte von 1806 bis 1918 im Großherzogtum Baden. Zunächst reagierten die Bürger skeptisch, arrangierten sich jedoch schließlich mit der Situation.

Der Großherzog rettet die Freiburger Universität. 1821 wird Freiburg zum Bischofssitz. 1832 bekommt Freiburg die erste zensurfreie Zeitung Deutschlands. Auch die Revolution 1848/49 bleibt in Freiburg nicht aus. 1862 erhält erstmals ein Jude das Freiburger Bürgerrecht.

In Folge des Deutsch- Französichen Krieg 1870/71 wurde das Siegesdenkmal errichtet.

1900 folgt eine weitere Neuheit: Die Freiburger Universität lässt als erste Universität im Reich Frauen zu.

Während des ersten Weltkrieges wird Freiburg zur Lazarettstadt, da ab 1917 die ersten und meisten Luftangriffe im Reich starten.

Im Laufe der Industrialisierung verändert sich das Freiburger Stadtbild; als eine der ersten Städte im Reich errichtet Freiburg einen Bahnhof. Die Industrie erfolgt zuerst in der Wiehre und wird dann in den Stühlinger verlegt. Die Wiehre, Neuburg und Herdern werden zu Villenvierteln. Auch von der Stadtverwaltung folgt ein Kurswechsel,  die Stadt eignet sich nicht als Industriestandort und daher wird auf Tourismus und reiche Bürger gesetzt. Dadurch gilt Freiburg als Ausnahme der Zeit.

Unter dem Oberbürgermeister Otto Winterer, in der sogenannten „ Wintererzeit“ von 1888 bis 1913 bekommt Freiburg eine völlig neue Infrastruktur. Es werden Bahn- und Straßenbahnlinien errichtet, die Gas- und Wasserversorgung, sowie die Versorgung mit Elektrizität werden besser. Die Kanalisation und die Rieselfelder werden ausgebaut, die Müllentsorgung wird besser. Es gibt mehr Schulen, Unis und Lehrerseminare. Auch die medizinische Versorgung wird besser. Vieles von unserer heutigen Infrastruktur wurde damals angelegt. 

Auch der Nationalsozialimus blieb in Freiburg nicht aus. Am 30. Juli 1932 erscheint NSDAP-Führer Adolf Hitler im Möslestation zum Wahlkampf. Am 6. März 1933 werden Hakenkreuzflaggen am Rathaus gehisst. Am 1, April des gleichen Jahres folgte ein nationaler Boykott. Der Oberbürgermeister Karl Bender tritt zurück.  Am 9. Und 10. November 1938 brennt die Synagoge in Freiburg. 1940 werden jüdische Bürger nach Gurs deportiert und 1942 weitere nach Ausschwitz.

Im Mai 1940 treffen deutsche Flugzeuge irrtümlich den Stadtteil Stühlinger. Am 27. November 1944 folgt ein 20 minütiger Feuersturm, dabei werden 80% der Altstadt zerstört, es gibt 3000 Tote in einer Nacht. Von 10.000 Einwohnern sind nur noch 5.800 übrig.

Nach dem Krieg marschieren die Franzosen im April 1945 in Freiburg ein.

Im September 1946 folgen die ersten Gemeinderatswahlen für den neuen Oberbürgermeister.

Dem Oberbürgermeister gelingt es die Bevölkerung zu versorgen und die kulturelle Infrastruktur neu zu schaffen. Er spielt als Pianist bis 1955 mit Konzerten Geld für den Wiederaufbau der Stadt ein.

1949 sind 3343 Studenten in der Universität Freiburg angemeldet.

1952 wird Freiburg ein Teil von Baden-Würtemberg.

Heute gilt Freiburg als „grüne Stadt“, 1922 wurde Freiburg zur Bundeshauptstadt für Natur und Umwelt ernannt, es wurde eine Umweltkarte eingeführt und stark auf Mülltrennung geachtet. Außerdem wurde alternative Energie gefördert. Seit 1980 ist die Grüne Partei im Gemeinderat vertreten, Dieter Salomon war der erste grüne Oberbürgermeister einer deutschen Stadt.
 
Freiburg ist eine sehr weltoffene Stadt und Geburtsort der Ökologiebewegung. 

In diesen Jahrhunderten gehörte Freiburg definitiv zu den Vorreitern, was neue Innovationen anging. Freiburg war sehr modern was Bildung und die Infrastruktur anging, auch in dem Ökologieverhalten der Stadt zeigt sich sehr fortschrittliches Denken.